Heizen und duschen, ohne einen Cent dafür auszugeben? Im schweizerischen Oberburg ist das möglich – weil die Sonne für Wärme und heißes Wasser sorgt. In Oberburg im Emmental steht Europas erstes vollständig solarbeheiztes Mehrfamilienhaus. Optimale Wärmedämmung, Wärmerückgewinnung und ein kräftiger Solarspeicher sind die Voraussetzungen dafür, dass die Wärme auch im Winter zur Verfügung steht, sagt der Bauherr und Solarpionier Josef Jenni. Jenni sieht sich selbst in erster Linie als “Umweltaktivist”, der sich auf eine Firma stützen kann. Und den anfangs alle ausgelacht haben.
Ein Solarspeicher mit 205.000 Liter Wasser ist das Herzstück des Hauses. Auch im Winter muss nicht geheizt werden.
Für die Menschen, für die Umwelt, heißt es derzeit in der kleinen 580 Seelen Gemeinde Raabau, in der Steiermark. Das Ziel ist, bis Jahresende alle Glühbirnen in den Haushalten durch Energiesparlampen zu ersetzen. Dies geschieht durch gute Zusammenarbeit mit den Gemeindebewohnern.
Sage und schreibe 4.400 Glühbirnen erhellen jeden Tag die kleine Gemeinde. Sie alle sollen bis Ende des Jahres durch umweltfreundliche Energiesparlampen ersetzt werden.
Die Idee dafür, kommt von Bürgermeister Franz Uller. Er will mit dieser tollen Aktion Zeichen und Beispiel setzen. Zu der Frage, wieso er diese Aktion gestartet hätte antwortet er:”…weil die Energiesparlampe 80 Prozent einspart im Vergleich zur Glühbirne, die nur fünf Prozent Wirkungsgrad hat, der Rest geht in Wärme verloren. Die Glühbirne ist die teuerste Heizung der Welt.”
Durch das Mitwirken eines örtlichen Elektrohändlers, wurden die Energiesparlampen im Großhandel eingekauft. Dadurch kommt der Umstieg um einiges günstiger. Die Glühbirnen werden in Schachteln verpackt und entsorgt. Jeder Raabauer bekommt zusätzlich für seine Mithilfe, 20 Prozent des Kaufpreises wieder zurück.
Ist die Aktion erfolgreich so sparen sich die Bewohner Raabbau’s, sage und schreibe, 40.000 Euro im Jahr an Stromkosten. Raabau will dann, als erste glühbirnenlose Gemeinde Europas, ein “Lichtsignal für Europa” setzen.
Steigende Ölpreise, politisch unzuverlässige Gaslieferanten, Streit um die Vorzüge und Gefahren der Kernenergie. Höchste Zeit sich umzusehen, wie wir künftig unsere Tanks füllen, unsere Wohnungen heizen und unsere Maschinen betreiben werden. Der Themenabend macht sich auf die Suche nach ökologischen und ökonomischen Lösungen, richtet den Blick in die Zukunft und greift gute Ideen aus der Vergangenheit wieder auf.
Atomstrom sei frei von CO2 und belaste die Umwelt nicht, behauptet die Atomlobby. Doch neue Studien zeigen: Atomkraftwerke sind keineswegs CO2-frei. Grund: Der Abbau von Uran wird immer aufwändiger und schadet dem Klima.
* * *
“Nuclear power – the energy balance” by Jan Willem Storm van Leeuwen:
The production of electricity by nuclear reactors, as long as rich uranium ores are still available, leads to considerably less CO2-emission than does the use of fossil fuels for the purpose. In the course of time, as the rich ores become exhausted and poorer and poorer ores are perforce used, continuing use of nuclear reactors for electricity generation will finally result in the production of more CO2 than if fossil fuels were to be burned directly.
Auf topprodukte.at finden Sie die energieeffizientesten derzeit am österreichischen Markt erhältlichen Produkte in den Bereichen Beleuchtung, Büro, Haushalt, Heizung/Warmwasser, Mobilität und Unterhaltung.
Die wichtigste Säule des Klimaschutzes sind Effizienzmaßnahmen. Bei Elektrogeräten liegt noch besonders viel im Argen, dabei könnte man hier sehr einfach hohe Effizienz-Standards setzen. Wir brauchen dafür ein Energie-Effizienzgesetz, das eine Steigerung der Energieeffizienz durch das Top Runner System vorschreibt. Top Runner bedeutet Spitzengruppe und beschreibt ein System, das in einer bestimmten Produktgruppen die Energieeffizienz der besten Produkte als „guten Standard“ festlegt, an dem sich alle anderen orientieren sollen.
http://www.astronews.com/news/artikel/2008/04/0804-007.shtml Gleich zwei neue Studien bestätigen den von einer großen Mehrheit der Wissenschaftler vorhergesagten Klimawandel durch Treibhausgase, indem sie zwei Gegenargumente der Skeptiker widerlegen: So hat kosmische Strahlung offenbar keinerlei Einfluss auf den Wärmehaushalt der Erde. Darüber hinaus scheinen die aktuellen Klimamodelle bei der Vorhersage des Klimawandels recht zuverlässig zu sein.